Teil eines Werkes 
14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ſinnend oder unentſchloſſen, oder vor Er⸗ mattung unfähig, weiter zu gehen.

Die Burgleute ſammelten ſich um ihn und ſchauten ihm neugierig in's Geſicht, er aber hatte des nicht Acht und oͤffnete den Mund nur, um nach Herrn Severin Strzemieniec's Grabe zu fragen. Man zeigte ihm die Ka⸗ pelle und er ging hinein und knieete nieder an jenem Sarkophage des Alten, der nun ge⸗ ſchloſſen war an der Seite ſeiner Gemahlin, und verſank in ſtilles Gebet. Die Herrin zu. Zemboein erhielt Nachricht von der Erſcheinung des Fremden, und ſie eilte, von froher Ahnung getrieben, und nach dem erſten Blicke umfin⸗ gen Nikolaus Strzemieniec die Arme der al⸗ ternden Malgorzata, und ſein Sohn, ein blu⸗ hender, zwanzigjähriger Edelknecht, umſchlang ſeine Kniee.

Wie immer in verfloſſener Jugendzeit, em⸗ pfing die edle Hausfrau den Herrn und Ge⸗ mahl mit Demuth und Zärtlichkeit, kein Vor⸗ wurf uͤber lange Jahre voll Kummer ent⸗