Teil eines Werkes 
14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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mehr königliche Krone von Polen; längſt ruhte Severin Strzemieniec im Grabe, da erſcholl das Geruͤcht, Papſt Paſchalis der Zweite habe den Bann der Kirchenſchaͤnder geloſ't, und manch Herz eroffnete ſich lange aufgegebener Hoffnung.

Zwar waltete ſchon manches Jahr Ilga als Hausfrau an Georg Trepka's Seite, wel⸗ cher als der Unſchuldigſte ſchon eher in's Va⸗ terland und in die Gemeinſchaft der Kirche zurüͤckgekehrt war, ohne andere Strafe, als, wie einſt Boleslaw ihm prophetiſch verheißen, einen zweiten Zunamen ſeines Geſchlechtes, necaudus, der Vogelfreie, den es bis auf den heutigen Tag traägt, aber dem Schloſſe Zem⸗ bocin mangelte noch immer der Hausherr.

Da ſchritt eines Abends auf dem Wege von Krakow ein langer, hagerer Mann in der grauen Kutte eines Buͤßenden daher, und als er den Schloßhof betrat, beugte er ſich und kuͤßte den Boden, und blieb dann ſtehen, wie