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14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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digten, Thor, dem zuchtloſen Weibe vertrau⸗ teſt Du den Sohn? Sieh, ich bin groß⸗ muͤthig und gebe Dir ihn zuruͤck.

Jener Knabe, deſſen halbverzehrte Gebeine man bei Wſßzewolod's Einbrechen im bren⸗ nenden Schloſſe gefunden, er war nicht der . Deine. Blicke hierher rief ſie mit gellen⸗ der Lache, indem ſie raſch dem regungloſen, gefeſſelten Olgierd das Wamms von der Schul⸗ ter herab riß kennſt Du dieß Mal? Die⸗ ſer iſt Jgor, Dein Sohn. Dein Sohn iſt, der Dich erſchlug, und Du, es iſt Dein Va⸗ ter, den Du ermordet!

Da entwand ſich ein ſchmerzlicher Seuf⸗ zer Jzaslaw's ſtarrenden Lippen, und das Haupt des Entſeelten neigte ſich auf die Bruſt; Mieczyslaw ſtarrte vor ſich hin, von Schmerz und Entſetzen ergriffen, und wuͤthend rang mit ſeinen Ketten Olgierd-Igor.

Da trat das Weib zu dem Todten und ſprach: Du haſt es vollendet und ich auch.