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höchſtedler Fuͤrſt Jzaslaw, beſſer gedenke ich derſelben als Ihr, und mehr galt mir, was einſt der mächtige Herrſcher gnadenvoll zu mir ſprach, als was der Vernichtete jetzt ausſtößt in ohnmäͤchtigem Grimme. Und weil es ſo iſt, ſo hat die Buhlerin den Thron umge⸗ ſtoßen, auf den zu heben, der feige Wuͤſtling und Möorder ſie nicht wuͤrdig erachtet, und weil Ihr Euer Wort bracht, ſo halte ich den Schwur, den ich ſelbſt mir geleiſtet, und gebe Dir den Tod.— Du wähneſt, wir ſeien am Ende, wir ſind es noch nicht. Schmach haͤufteſt Du auf Deinen Wortbhruch, zur Schar Deiner Dienerinnen verſtießeſt Du die edle Griſchin, zur Wäͤrterin Deines Knaben wuͤr⸗ digteſt Du die herab, welcher Du die Hoff⸗ nung gezeigt, die Mutter kuͤnftiger Fuͤrſten zu werden. Du kannteſt mich, und glaubteſt, ich wuͤrde das tragen in ſchweigender Geduld. Nun wohl, ich ſchwieg und war geduldig, doch keimte in meinem Herzen empor, was ich lange Jahre in ihm verſchloſſen getragen, was heute aus demſelben hervortritt, Dich danieder zu ſchmettern. Der Schwerbelei⸗
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