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14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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rich. Ihr wurdet geloͤſ't aus denſelben, Fuͤrſt Demetrius, und erſchienet zu Zembocin mit dem Koͤnige. Damals, ich geſtehe es, kaͤmpfte der Eigennutz mit der Rache einen augenblick⸗ lichen Kampf, doch bald war er entſchieden. Ich ſtand im Begriffe, Euch damals kund zu thun, was Ihr jetzt bald vernehmen werdet mit weniger Freude, aber ich gewahrte den Argwohn und den Widerwillen in Boleslaw's Herzen und im Euren, ich belauſchte ein heim⸗ lich Geſpräͤch des Erſten mit dem Erzbiſchof von Gniezno, und alsbald ſah die weiſe Frau des Waldes vorher, was ſich ſpaͤter begab, und den nun eingetretenen Ausgang. Wenig hatte mir der laͤnderloſe Fuͤrſt zu bieten, der ein Knecht bleiben ſollte auf dem noch nicht eroberten Throne; entſchloſſen opferte ich das Geringere der ſuͤßern Rache, und ſie hat mich, wie Ihr ſeht, nicht getaͤuſcht. Da fiel mein Blick auf jenen konſtantinopolitaniſchen Hoͤf⸗ ling, und ich erkannte den befreundeten Geiſt, ich erkannte die Schlange, die neben dem Lö⸗ wen herſchleicht und der Hyaͤne, lauernd, daß der Streit zwiſchen ihnen entbrenne, damit ſie beide dann vernichtend umſchlinge. Ich er⸗