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Abneigung zwiſchen Vater und Sohn den Keim kuͤnftigen Grames fuͤr Beide; mit Behagen naͤhrte ich Deine Bosheit, bis ſie das Herz meines Werkzeuges erfullte, leitete ich Dich auf meiner Bahn, zwiſchen Erbitterung gegen Dein Loos, und dunklen Träumen einer beſſern Zu⸗ kunft, ſchuͤrte ich die Flamme Deines Ge⸗ laſtes nach der Ehefrau des Erbherrn, daß ſie Dich entzuͤnde zur That, wenn es Zeit ſei, und das Haus einaſchere, das ich zu verwuͤ⸗ ſten beſchloſſen.
Knirrſche nicht ſo mit den Zähnen, mein Pflegſohn, balle die Fäuſte nicht, denn es iſt doch wahr, niemals warſt Du etwas anderes als ein Werkzeug in meiner Hand, und dieſe Hand hat es jetzt, da es unnuͤtz geworden, in den Winkel geworfen. Schauet nicht ſo gleichgiltig drein und gelangweilt, hochſtedler Großfuͤrſt von Kijow, mehr als Ihr glaubt, betrifft Euch meine Erzaͤhlung, und noch ehe ſie beendet, werdet Ihr es erfahren.
Gegen dieſen Severin Strzemieniec hatte ſich meine Rache gewendet, denn der andere, ein hoͤher Haupt, lag damals fern in Ger⸗ manien, in den Banden des fränkiſchen Hein⸗
V. Vand.


