Teil eines Werkes 
14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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aber er waͤhnte es doch, er wähnte es, und dennoch ſtieß er mich zuruͤck, und ſtatt der Ehre der Hausfrau, ward mir der Leibeigenen Schmach. Da hoben die Nattern der Rache zwiefach ergrimmt das Haupt, mit ſtill ge⸗ ſchaͤftiger Hand ſtreute ich den Samen kuͤnf⸗ tigen Unheils aus, und was, wenn Ihr ſo wollet, das Laſter geſaͤet, gedieh trefflich unter der Pflege der Tugend. Der fromme Eifer jenes Bi⸗ ſchofs legte dem vermeinten Vater die Pflicht der Strenge auf gegen den geglaubten Sohn, die That des glaͤubigen Beichtſohnes gehorchte dem Gebote, nicht das widerſtrebende Herz, es wandte ſich dem widerwillig Mißhandelten zu, von dem Beguͤnſtigten durch das Erbrecht, vom Stammhalter ſeines Hauſes dem Ver⸗ derber deſſelben. Ja, ſchon damals, Olgierd, der Du nicht Olgierd biſt, erkor ich Dich zu ſolchem, und mit Freude gewahrte ich und pflegte ich den Haß, der in Deiner Bruſt ſich gegen den gezwungenen Zwingherrn erzeugte, gegen den, der Dich liebte, mehr als den Beſſern, als den Sohn. Ja er hat Dich ge⸗ liebt, und eben darum ſollteſt Du ihn verder⸗ ben. Mit Behagen ſah ich in der wachſenden