Teil eines Werkes 
14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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aber, die Du geſogen, war die Milch meines Haſſes. Sie iſt Dir trefflich gediehen, Du biſt geworden, was ich Dich beſtimmte zu ſeyn, der Gehaßte, das Werkzeug des Haſſes; zerbrechen wollte ich Dich, wenn Du das Deine gethan; Du thateſt es, und biſt zerbrochen. Auf Zweien ruhte mein Haß, auf dieſem, den er nun zum Tode getroffen, und auf einem Andern noch, deſſen Leben er zwar verfehlt, aber doch vergiftet durch Reue und haͤuslichen Jammer. Du kenneſt ihn wohl, Severin Strzemieniec iſt ſein Name, ſein Verbrechen an mir, der Meineid, und ein freudenloſes Alter die Strafe deſſelben. Er entfloh der Betrogenen, ſie abet kam ihm nach, und mit ihr ſchritt das Verderben uͤber ſeine Schwelle. Am Altare ſeines Hauſes gedachte ihrer der Treubruͤchige zu ſpotten, der Vergeſſenen im Arme der tugendſamen Gemahlin, aber Olga war da, und die Nebenbuhlerin ſank in das Grab. Ich glaubte, mit ihr auch meine Na⸗ che zu verſenken, die Hochzeitfackel an den Kerzen entzundend, die ihre Bahre umflamm⸗ ten, aber ich ſah mich getäuſcht. Du warſt nicht Severin's Sohn, ſo wenig als der meine,