ſein Amt und die Dienſtpflicht nach Zembocin gefuͤhrt, ganz lag er deren Beſchaͤftigungen ob, bis zum ſpaͤten Abend, da er endlich im Ge⸗ mache der Frauen erſchien.
Mit freudegluͤhenden Wangen, aber mit be⸗ ſcheiden geſenkten Augen und zaͤrtlich demuͤthiger Gebehrde trat Malgorzata ihm entgegen, die wirkliche Perle unter den Frauen,*) die einzig Reine unter den vielen Befleckten, in der Er⸗ wartung, ihres Gemahls Arme wuͤrden ſich offnen, ſie an den Platz zu ziehen, deſſen ſie allein ſich wuͤrdig gehalten, mit dem Knaben an ihrer Bruſt, dem Pfande treuer Liebe. Aber Nikolaus Arme öffneten ſich nicht, und ein— Gott gruͤß Euch, Frau Malgorzata— verſteinerte die Getaͤuſchte. Beſturzt trat ſie zuruͤck, Agnes ließ den Roſenkranz ihrer Hand entgleiten und Ilga verließ ein zierlich Wehr⸗ gehenk, an welchem ſie arbeitete, vielleicht dem neuen Ritter Trepka beſtimmt. Herr und Ge⸗ mahl— ſprach Malgorzata mit erſtickter, be⸗ bender Stimme— den Knaben, wollet Ihr ihn nicht herzen? Es iſt Euer Sohn.
*) Malgorzata, Margarete, die Perle.


