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14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Tode durch das Beil. Alſo geſchehe denen, welche Gott, der Beſchuͤtzer koͤniglicher Macht und Wuͤrde, in unſere Hand gegeben, und Allen, ſo noch in dieſelbe fallen werden, und bei der Krone Boleslaw's des Großen ſei es geſchworen, nicht an einem Einzigen gehe der Lohn ſeiner Thaten voruͤber.

Er ſchaute, nachdem er ſo geſprochen, aber⸗ mals um ſich her, vielleicht um ein Zeichen der Mißbilligung zu erſpaͤhen, aber er gewahrte keines; der Feudalſtolz der Herren konnte dieß, gegen aufruͤhreriſche Knechte geſprochene Urtheil nicht allzuſtreng nennen. Da hob der König wiederum an: Der Herrgott, wie wir geſagt, ſuchet die Miſſethat heim im dritten und vier⸗ ten Gliede, das gebüͤhret ihm, dem Einigen, vor dem ein Menſchenalter iſt wie eine Stunde, wir aber können, als ſterblich, die Rache nicht hinausſetzen auf ſo ſpaͤte Zeit, ſie werde dem⸗ nach ſtracks am erſten Gliede vollzogen.

Den Baſtarden, erzeugt von knechtiſchem Vater und edelgeborener Mutter, werde der weiche Schaͤdel an ſteinernem Pfeiler zerſchmet⸗ tert, und ihr Blut und Hirn an ihm klebend,

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