Teil eines Werkes 
14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Wohlthaͤter geworden, denn wuͤrdig iſt der der Gewalt, der ſie mit menſchlichem Herzen uͤbt.

Der Koͤnig aber wandte ſich halb von ihm ab und ſprach mit geringſchaͤtziger Kuͤrze: Be⸗ muͤhet Euch nicht, Kaſtellan von Proſzowice, Euere Treue gebuͤhrt uns, ohne daß wir ſie er⸗ kaufen, und ſolcher Mittel beduͤrfen wir nicht, Euch bei derſelben zu halten, eben ſo wenig als fuͤr die Gewalt, die uns uͤbertragen iſt nach Gottes Beſchluß und unſerm Erbrecht, irgend einer Rechtfertigung, oder Eures Zeugniſſes gar. Wenig Dank verdienet Ihr von uns, des Lohnes noch viel weniger, und als wir thaten, wie wir gethan, dachten wir Eurer nicht, nur eines verpfaͤndeten Königwortes. Jener Juͤng⸗ ling iſt nicht der, den Ihr gewaͤhnt, und beim Barte des Piaſt, es iſt gut fuͤr ihn, daß er es nicht iſt, und auch fuͤr Euch!

Severin trat zuruͤck, beſtuͤrmt von den Ge⸗ fuͤhlen, welche die ſeltſame, uͤberraſchende Kunde von einem, lange Jahre gehegten Irrthume er⸗ regen mußte, vereint mit dem Augenblicke und der rauhen Weiſe, in welcher ſie ihm gegeben, ſein Blick traf auf Nikolaus und ſank abwaͤrts, zum erſten Mal im deutlichen Gefuͤhle be⸗