gangenen Unrechts. Er wendete ſich und las auf den Stirnen der Ritter den Verdruß uͤber die Behandlung ihres Genoſſen, und in den Zuͤgen des Biſchofs von Krakow tiefen Ernſt, durch einen Strahl von Heiterkeit gemildert.
Wider unſer Erwarten— begann der Koͤnig von neuem— hat das ernſte Geſchaͤft dieſes Tages mit einer Handlung der Gnade be⸗ gonnen, walte ſie denn nun noch ein wenig, damit wir dann wieder zur Pflegung unſeres Richteramtes kehren. Auch— fuhr er mit ungefaͤlligem Lächeln fort— auch wird ſolcher Aufſchub nur kurz ſeyn, denn nicht viele ſehen wir hier, unſerer Gnade wuͤrdig, nur Einen.— Knappe Georg!— rief er gegen die reiſige Schar, und als der Juͤngling aus derſelber hervortrat, gebot er ihm, niederzuknieen und ſagte dann— Du haſt die Waffen gefuͤhrt fuͤr das Recht Deines Königs und Herrn, zu einer Zeit, da viele Edle ſeine Fahnen verließen, und andere ſcheu ſich verkrochen vor den leib⸗ eigenen Knechten; wer thut wie ein Edler und beſſer als die Meiſten von ihnen, iſt werth ein Edler zu ſeyn. Du haſt in der Schlacht das Panier der Emporer ihrem Haͤuptling entriſſen⸗


