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13. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 4. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Adels innerhalb ſeines Beſitzthums, daß der Marſchall der Krone, des koͤniglichen Heeres oberſter Feldherr, nicht wagte, oder nicht fuͤr zweckmaͤßig hielt, ſich ſolcher Verweigerung ei⸗ genmaäͤchtig zu uͤberheben. Auch wuͤrde der ei genſinnige Greis bei derſelben beharrt ſeyn⸗ haͤtte die Verzweiflung der Maͤnner des Ge⸗ birgs dem Sturme der ritterlichen Scharen nicht eine kraͤftige Gegenwehr geboten; aber als die Wäͤlle von Zembocin ſchon vom Blute ge⸗ roͤthet, als manches edle Haupt ſchon gefallen war, beſiegten die Vorſtellungen der Ritter, das Flehen der Frauen ſeinen Widerſtand, und die abgeſendeten Reiſigen verfolgten ihren Weg nach einer Zoͤgerung, welche beinahe den Hauptverbrechern Zeit zum Entkommen gelaſſen haͤtte. Kaum hatten die Reiſigen indeß die Kirche verlaſſen, ſo erwachte in ſeiner ganzen Stärke des Kaſtellans Vatergefuͤhl zu dem un⸗ gerathenen Kinde ſeines Vergehens, und er eilte ihnen nach, es vor dem Arme der Vergeltung zu ſchuͤtzen. Lautlos und ohne Bewegung ſtanden die Kriegsleute, als ſie das Wort des edeln Herrn vernahmen, eben ſo der Empoͤrerhaͤuptling