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bleich, mit der Binde um das Haupt, unter welcher Blutstropfen hervorquollen aus der wieder geborſtenen Wunde, die Wafſe nur muͤhſam hebend, da verſchmähte des Knappen wackerer Sinn den leichten Sieg uͤber den Wehrloſen, ſein Arm ſenkte ſich und er ſprach zu den ihm folgenden Gewappneten: Sehet da den Empoͤrerhaͤuptling, er iſt Euer Gefan⸗ gener.—
Der Meinige iſt er!— donnerte eine tiefe Stimme dazwiſchen, und Severin Strzemieniec trat ein mit entflammtem, verſtoͤrten Geſicht — Mein Gefangener iſt er, und Niemand wage ihm ein Haar zu kruͤmmen ohne des Kaſtellans von Proſzowice Geheiß, der Herr und Gebieter iſt auf Burg Zembocin.—
Als die ausgewaͤhlte Schar, vom Marſchall Gorka geſendet, in der Kirche erſchien, um in die Burg zu brechen auf dem verborgenen Wege, waren die ehemaligen Stuͤrme in Se⸗ verin's Bruſt wieder erwacht, er verweigerte ſeine Genehmigung, halsſtarrig behauptend, ſol⸗ cher Einfall ſei eine unredliche Liſt und duͤrfe nicht ſtatt haben ohne ſeine Genehmigung, und ſo geachtet waren damals die Rechte des


