Teil eines Werkes 
13. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 4. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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nem Geſtelle herab, und Olgierd ſagte mit traurigem Spotte:

Ich habe eine gar fromme Mutter, fuͤrwahr, und ſie ſorgt, daß der Segen des Himmels uns Gluͤck verleihend, ſie begleite.

Aber Olga druͤckte das gewichtige Kleinod heftig an ihre Bruſt und rief mit ſeltſamen Ausdruck: Du haſt wahrgeſprochen, wahrer als Du glaubſt, denn dieſes geweihte Zeichen enthaͤlt das Palladium Deines Gluͤckes und das Pfand meiner Rache!

Das laute Geſpraͤch der Beiden hatte bis jetzt ein leiſes Geräuſch uͤbertäubt, das ſeit⸗ waͤrts aus einer Ecke des Gemaches zu kom⸗ men ſchien; aber in demſelben Augenblick, als aus Olga's Mund das WortRache ertönte, ſcholl es von daher wie in dumpfem Echo zu⸗ ruͤck, gleich darauf ſtuͤrzte ein Theil des Ge⸗ tafels vorwärts zu Boden, und in der Oeff⸗ nung erſchien eine reiſige Schar, an ihrer Spitze der Knappe Georg.

Verraͤtherei! ſchrie Olga auf in wildem Entſetzen und: Tod den Verrathern! Georg, und drang mit gezogenem Schwert auf Olgierd ein. Als er ihn aber ſah, tod⸗