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In der Kraft, die der Zorn verleiht, fuhr Olgierd empor und griff nach dem Schwerte, auch der Raͤuberhauptmann entbloͤßte das ſeine, und es waͤre zum ungleichen Kampfe gekom⸗
men, waͤre Olga, die mit dem Pergamente
beſchaͤftigt, dem Vorgange nur halbe Aufmerk⸗ ſamkeit geſchenkt hatte, nicht zwiſchen die Er⸗ grimmten getreten.
Stecke Dein Schwert in die Scheide, Mann des Gebirges— ſprach ſie mit Hoheit— der, wider den Du es zuͤckeſt, iſt nicht beſtimmt, durch Deine Waffe zu fallen, und wohl Dir, daß dem ſo iſt, denn an das Haupt, gegen welches Du die Fauſt frevelnd erhoben, iſt Dein Gluͤck gebannt und die Rettung der Deinen. Er iſt der Stern Deines dunklen Lebens, und obſchon ihn jetzt Wolken verhuͤllen, wirſt Du doch einſt noch demuͤthig und dank⸗ bar die Kniee beugen vor ihm.— Schweig' — unterbrach ſie den murrenden Rauber— ſchweig'! ſage ich, und wenn Du den Feldherrn nicht ehrſt, ſo ehre den Guͤnſtling des Schick⸗
ſals. Der letzte Schleier iſt gefallen, offen
liegt die Zukunft vor mir, ihr Beſchluß ruht auf meinem Sohne, und wenn er ihn kennt,


