Teil eines Werkes 
13. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 4. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 272—

geduld, legte ſie dieſes zierlich gefaltete Perga⸗ ment abſeit und ſagte gleichgiltig: Ihr habt Recht, Borziwoy, wie das Gemuͤth der Men⸗ ſchen, auch das zu erkunden, was geſchieht und geſchehen wird, bedarf es keiner geſchriebenen Worte. Es ſtehet uͤbel um die Sache der Freiheit uͤberall in Polen, wie hier, nicht ſo? Die ſklaviſche Menge wendet ſich ab von den Wiederherſtellern des Rechts, und kaum klirrt die alte Kette wieder vor ihrem Ohre, ſo ſtreckt

ſie die Haͤnde ihr willig und demuͤthig entge⸗

gen.—

Meiner Treu'— entgegnete der alte Räuber — ganz iſt es, Frau Olga, wie Ihr geſagt. Die Undankbaren wollen meiſt nichts zu ſchaf⸗ fen haben mit uns, und nur eine geringe Schar derer, die, allzuviel Werg am Rocken habend, nur den Tod hoffen koͤnnen von dem Zorne der hochgebornen Ehemaͤnner, Vaͤter und Bruͤder, haben ſich treu dem Haufen meiner Leute angeſchloſſen, die Euren Geboten harren am Zuſammenfluß des San und der Weichſel.

Ich gebot ihnen, herbeizuziehen und Schloß

Zembocin zu entſetzen, aber——