Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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mich ſtießeſt, wie Abraham einſt die Hagar, doch nicht eine geduldige Sklavin bin ich. Nach allen vier Winden der Welt haſt Du mich gewieſen, einer aber unter ihnen, ein guͤnſtiger, hat mich zuruͤckgefüͤhrt und ich ſtehe nun wiederum vor Dir, nicht als eine demuͤ⸗ thige Magd, ſondern um Boͤſes mit Boͤſem zu vergelten!

Wie immer noch kämpfend mit den Traum⸗ bildern des Fiebers, antwortete in abgebrochenen, verworrenen Tonen, der Herr zu Zembocin: Wenn es nicht Deine Schattengeſtalt iſt, die mich ſeit geraumer Zeit ſchon drohend verfolgt, wenn Du es ſelbſt biſt, Olga, die ich ſehe, ſo ſey mir willkommen! Zwar iſt meine Begruͤß⸗ ung nicht ſegnend, ein Fluch iſt ſie, wie der, den ich Dir nachſandte, da Du ſchiedeſt, wie der, der Dich verfolgt auf den Schlangenpfaden des Verbrechens, wie der, den Du uͤber mich gebracht, und uͤber mein Haus! Aber dennoch heiß' ich Dich willkommen, denn mit Dir nahet die Erfuͤllung deß, was enden mußte, wie es endet, durch den Tod, der die Frucht der Suͤn⸗ de iſt. Ich fuͤhle mich aber wohl in Deiner