Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Unſchluͤßig ſchwieg der Biſchof, Frau Mal⸗ gorzata aber ließ das kraftloſe Haupt des Schwiegers ſanft aus den ſtuͤtzenden Armen auf die Kiſſen gleiten, und naͤherte ſich dem Prie⸗ ſter und ſprach leiſe und traurig: Wohl iſt Eure Gegenwart mir ein Troſt, und Euer Anblick richtet die gebeugte Seele auf— Aber dennoch bitte ich Euch, Hochwuͤrdigſter, daß Ihr ein Haus verlaſſet, uͤber welches der Herr die Ruthe ſeines Zornes ausſtreckt. Nicht uns allein gehort Euer Leben, fuͤr deſſen Erhaltung taglich Tauſende dankbarer Herzen zum Himmel flehen. Ziehet hinaus, daß Ihr ſein nicht ver⸗ luſtig geht in, ach, nur allzu ruchloſem Kam⸗ pfe, erhaltet es dem Vaterlande, daß Gott ihm verzeihen moͤge, Euretwillen, wie er einſt eines einzigen frommen Mannes wegen der Stadt Zoar verzieh. Und Euer Gebet moͤge aus der Ferne uns beiſtehen in der kommenden Noth.—

Ja, thuet dem ſo, ehrwuͤrdiger Vater— ſetzte Ilga hinzu, ſeine Hand an ihre Lippen druͤckend— betet fuͤr uns. Ihr ſeyd dem Himmel werth, und er wird die nicht verlaſſen,