Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 258—

Da fragte der Alte bitter: Und mit wem ſoll ich dieſe Burg vertheidigen, deren Gebieter darniederliegt, hart getroffen durch die Hand Gottes, in dem Augenblick der dringendſten Gefahr, damit er ſich nicht dem Unheil wi⸗ derſetzen moͤge, dem Polen dahingegeben iſt, wir aber vor allen Andern? Mit dieſen wei⸗ nenden Weibern etwa— ſetzte er fluſternd hin⸗ zu— oder mit wenigen reiſigen Knechten und einer Schaar widerſpenſtiger Leibeige⸗ nen?—

Ihr meinet alſo, Hausmeiſter— fragte Stanislaw raſch— dem Schloßgeſinde nicht ver⸗ trauen zu koͤnnen?—

Wer mag auch— lautete die Erwieder⸗ ung— wer mag auch dem Geſtripp in der Ein⸗ zaͤunung vertrauen, daß es ſich nicht entzuͤnde, wenn der Forſt ringsum in Flammen ſteht? Ich fuͤrchte, wenn das Geſchrei des Aufruhrs vor dem Thore ertoͤnt, wird nur allzubereit⸗

willig der Wiederhall innerhalb derſelben ant⸗

worten.—

Der Biſchof trat ſichtlich erſchuttert ein wenig abſeits, er warf einen truͤben Blick auf