Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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cher fromme Mann noch ſpricht fur dies ſuͤn⸗ dige Land zum Herrgott. Ihr ſeyd unter ih⸗ nen und geſegnet iſt die Stätte, da Ihr weilt. Es iſt aber oftmal der Fluch maͤchtiger als der Segen, und der Heilige, den Ihr genannt, fiel als Maͤrtyrer unter den Beilen der abgöt⸗ tiſchen Preußen. So wollet denn fuͤrder nicht weilen, hier wird es bald nichts gelten als verzweifelnden Kampf um ein ehrliches Grab, damit der Freie nicht des Knechtes Knecht wer⸗ de. Eure Roſſe ſind geſattelt, Herr Biſchof, befehlet Ihr zu reiten?

Achtzig Jahre ſind dahingeſtrichen uͤber Deinem Haupte— erwiederte Stanislaw— und noch haſt Du Greis nicht gelernt, des Schickſals Schlaͤge gleichmuͤthig zu ertragen? Wolle jeder, was er kann, und kann er nicht, was vonnothen, deß iſt die Rechenſchaft nicht ſein. Wohlan denn, Alter, thun wir Beide, was wir ſollen. Geh' hinaus, Deine Pflicht zu erfullen, ich erfuͤlle aber bleibend die meine. Mitten in der Heerde iſt des Hirten Platz, wenn der Feind droht. Nicht der Leib allein, auch der Geiſt iſt bedrängt in dieſer verhaͤng⸗