Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ein uͤber meinen Leichnam und die Kette lang⸗ jähriger Unthaten ende ſich mit Vatermord!

Die Gewalt des Schmerzes hatte die letzten Worte dergeſtalt erſtickt, daß ſie nur dem Herrn von Krakow horbar wurden. Die An⸗ ſtrengung Herr Severin's, ſich empor zu richten, war vergeblich und er ſank mit einem leiſen Wehlaut auf ſein Lager zuruck.

In demſelben Augenblicke erſchallte von draußen ein vielſtimmiges, lang anhaltendes Geſchrei, gleich darauf ward das große Schloß⸗ thor droͤhnend zugeworfen, das Raſſeln der Ketten und Schlöſſer verkuͤndete, man beveſti⸗ ge es vor nahender Gefahr. Laut ſchreiend flogen die Frauen von ihren Sitzen den Fen⸗ ſtern zu, die Pforte öffnete ſich und Marek, der Hausmeiſter, trat ein.

Das Geſicht des Alten war hochgerothet, und ſein Auge, flammend vor Zorn und ver⸗ jaͤhrter Kampfesluſt, irrte im Gemach umher; es fiel auf die verzagenden Weiber, auf das Ruhebett des Herrn und auf Stanislaw Szcze⸗ panowski, der hochaufgerichtet in ruhiger Wuͤr⸗ de an demſelben ſtand, mit erhobenem Finger auf den gänzlich Beſinnungloſen hinweiſend.