Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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tig Eure Reue. Euch trieb das Vatergefuͤhl, mich die Pflicht des Freundes und Beichtigers. Es ſcheint, als haben wir uns Beide geirrtz wohl iſt es, als ob Verderbliches entſtanden ſey aus unſerm einfachen Streben; hoffen wir zur Barmherzigkeit des Himmels, daß er uns vergebe. Das Uebel iſt nahe— ſetzte er mit lauterer Stimme hinzu— und die irdiſche Huͤlfe fern; flehen wir alſo zu Dem, der im⸗ mer gegenwaͤrtig iſt, daß er es von uns wen⸗ de. Amen.

Als der Biſchof ſo geſprochen, brachen Malgorzata und Ilga in ein lautes Weinen aus. Frau Chriſtina that einen Schrei des Entſetzens und Agnes glitt fort und fort ſtill betend von ihrem Seſſel herab auf die Kniee. Der Kaſtellan aber rief ingrimmig: Von Euch wird er es wenden, Ihr Unſchuldigen, Einer aber iſt hier, deß Haupt es nicht verfehlen wird. Doch— ſetzte er hinzu, nach dem Schwerte greifend— noch kann ich mich ihm entgegenſtellen, noch iſt mein Arm ſtark, um es abzuhalten von der Schwelle dieſes Hauſes, und wenn das nicht gelänge, ſo ſchreite es her⸗