war die Stimmung der Frau von Skalmierz; abwechſelnd uͤberließ ſich die ſchöne Chriſtina der Furcht und dem geberdenreichen Schmerz, bald ſtarrte ſie in die leere Luft vor ſich hin⸗ aus, als hefte ſich der Blick ihres Geiſtes auf etwas, was weit außerhalb ihres Geſichtkrei⸗ ſes gelegen ſey, und dann uͤberzogen, gleich wie die Landſchaft an einem ſtuͤrmiſchen Fruͤhling⸗ tag, ihr liebreizend Angeſicht Mal fuͤr Mal die Sonnenblicke der Hoffnung und die Ge⸗ woͤlke der Ungeduld und des Verzagens.
So wollet denn Ihr hinaus, hochwuͤrdiger Herr— ſprach der Kaſtellan von Proſzowice zum Biſchof— Ihr wollet hinaus in Regen und Wind und vielleicht Schlimmerem noch ent⸗ gegen? Zwar— fuhr er leiſer ſprechend fort — zwar mag ich Euch's nicht verargen, wenn Ihr von dem Schmerzenlager Eures unwuͤr⸗ digen Beichtſohns ſcheidet, um Andern das Heil und den Frieden zu ſpenden, welche ſelbſt Euer gottgeweihter Mund meiner belaſteten Seele nicht zu gewaͤhren vermag. Doch mag ich es nicht dulden, daß Ihr hinaus zieht, be⸗ vor ich reitende Knechte vorausgeſendet, den


