ſtehende Belagerung auszuhalten. Marek, der Hausmeiſter, und ſein Enkel Georg leiteten dieſe Anſtalten, der Letzte mit allem feurigen Ungeſtuͤm eines jungen Kriegsmannes, welcher ſich des baldigen erſten Kampfes freut, der Greis mit aller Wichtigkeit ſeines Amtes, Lä⸗ ßige aufmunternd, die Unaufmerkſamen ſchel— tend, die Fleißigen mitunter durch widerſpre— chende Aufträge verwirrend. Dabei hielt er jedoch ein Auge des Argwohns auf manche finſtere Miene, auf manche trotzige Geberde ſchlimmer Vorbedeutung gerichtet, ſeinem Ohr entging manch' heimlich Gefluͤſter nicht. Und er trieb alsbald mit harten Worten die aus⸗ einander, die deſſelben pflogen, denn es war eine boͤſe Zeit herangekommen und nicht aller⸗ dings und uͤberall mochte man ſelbſt den Haus⸗ genoſſen vertrauen. Obwohl ein Tag des ho⸗ hen Sommers, war der heutige dennoch truͤb' und unfreundlich; dicke Regenwolken verdeckten die Sonne, gejagt von einem erwachenden Sturm, und von Zeit zu Zeit ihren Inhalt in reichlichen Maſſen herabſendend, theilweiſe die Staubwirbel daͤmpfend, welche der Wind em⸗ porgetrieben, der von den Karpathen kommend,
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12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
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