Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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uͤber die Ebene zog und uͤber die Zinnen und Mauern der Burg, wie mit ahnungvollem Geſeufz' und dann hinwegrauſchend durch die bewegten Gipfel des nahen Forſtes.

Truͤber indeß noch als draußen, ſchien es in der Seele des Severin Strzemieniec zu ſeyn. Er lag auf einem Ruhebett mit ver⸗ bundenem Bein, denn vor wenig Tagen hatte ein Sturz ſeines Pferdes auf der Jagd ihn nicht ungefaͤhrlich beſchaͤdigt. Seine Stirn war gerunzelt, die ſtarken Brauen hingen tief uͤber die duͤſtern Augen herab und aus dem ſelten nur und widerwillig ſich oͤffnenden Munde draͤngte ſich zwiſchen den Ausrufungen, welche der Schmerz der Verletzung ihm entpreßte, unterweilen das Murren boͤſer Laune, deren Ausbruch vielleicht nur durch die Gegenwart ſeines hochgeachteten Beichtigers gehemmt ward. Reiſefertig ſtand der Biſchof von Krakow an ſeinem Lager, im Begriff, Abſchied zu nehmen. Wohl waren auch des Prälaten Zuͤge ernſt und nachdenklich, doch wohnte immer noch auf ſeiner hohen Stirne die Heiterkeit eines feſten, gottergebenen Gemuͤths, und der gehaltene Ton