Gelaͤchter. Der Ergrimmte aber, ohne das gluͤhende Auge zu erheben, faßte ſeinen leibei⸗ genen Sklaven, warf ihn zu Boden, und im ungezuͤgelten Zorne ihn mißhandelnd mit dem ſchwerbeſchuhten Fuß, rief er ihm dumpf und keuchend zu: Dein iſt die Schuld des Miß⸗ geſchicks, zu leicht der Speer, den Du Verwor⸗ fener mir gebracht, und nicht einer von den meinigen.— Siehet man es doch— ließ Der, welcher fruͤher geſprochen, ſich vernehmen— ſiehet man es doch, daß Ihr der Sohn eines Edelmannes ſeid, junger Herr, denn Ihr habt wahrlich adelich Blut in den Adern. Iſt es doch allgemein die Sitte dieſer Herren, was ſie ſelbſt verſchuldet, Andern aufzubuͤrden, und es iſt eine lobliche Weiſe, den Knecht zu ſtra⸗ fen fuͤr das Ungeſchick des Gebieters⸗ Hat man Euch alſo gelehret im ebenen Lande, che Ihr zu uns kamet?—
Es war etwas in dieſen Worten, das den Angeredeten empfindlich traf; er antwortete nur mit einem Blicke der Verachtung, und fuhr fort, den Leibeigenen zu zuͤchtigen, der heulend und wimmernd vor ihm lag. Ihn bekuͤmmerte das Murren der Umſtehenden nicht, welche


