Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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lenfalls einem Arm ähnlich ſah, bedeuteten Bi⸗ ſchofe und Erzbiſchöfe; Einer ſogar trug einen Zierrath von Stroh geflochten, einer Krone gleichend, einen Stab, den Szepter vorſtellend, und anſtatt des Reichsapfels einen maͤchtigen rothgelben Kuͤrbiß; dieſe Geſtalt nannten die Schuͤtzen den Koͤnig. Kurz alle Stände wa⸗ ren hier aufgeſtellt in mißrathener Nachbildung, doch ſah man nichts, was an einen Bauer oder Leibeigenen erinnern konnte.

Unaufhoͤrlich flogen die Bolzen und Speere der Geuͤbten nach den Sinnbildern, an denen die Sohne des Gebirgs ihren Haß gegen Vor⸗ nehme und Reiche, gegen Geſetz und buͤrgerli⸗ che Ordnung, gleichſam zu ernſterm Angriſſe vorbereitend, kuͤhlten, und wenn einer jener nur wenig befeſtigten Klotze umſtuͤrzte, getroffen von der Waffe, da brach der Schuͤtz in ein lautes Triumphgeſchrei aus, die Umſtehenden riefen dem gefallenen Kaſtellan oder Biſchof höhniſche Worte oder Schimpfreden zu, und nur die, welche minder gluͤcklich geweſen wa⸗ ren, machten Bemerkungen, die dem oder je⸗ nem Umſtande zum Nachtheil der Geſchicklich⸗ keit den guͤnſtigen Erfolg zuſchrieben.

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