Einer der ungluͤcklichſten Schuͤtzen und da⸗ her unzufriedener und mißguͤnſtiger als alle an⸗ dern, war ein junger Menſch, der ſeiner Be⸗ kleidung und ſeinem noch wenig gebraͤunten Antlitze nach, erſt kurze Zeit ſich unter den Anſiedlern in der Thalſchlucht befand und uͤber⸗ haupt nicht ganz eigentlich zu ihnen zu geho⸗ ren ſchien. Er trug, obſchon etwas nachläßig und verwildert, das Gewand eines polniſchen Vornehmen, ſein Weſen war heftig und voll Uebermuthes; ein Sklav, der Einzige in die⸗ ſem Aſyl ſogenannter Freiheit und Gleichheit, harrte mit zitternder Demuth ſeiner Gebote, und das Benehmen der Uebrigen gegen ihn war, ſo weit es die unfeine Sitte des Ortes geſtattete, weniger vertraulich und trug ſogar das Gepraͤge einer gewiſſen Achtung, obſchon augenſcheinlich nur mit Widerwillen gewaͤhrt.
Wohl mochte der Juͤngling zu anderer Zeit nicht unempfaͤnglich fuͤr dergleichen Auszeichnung ſein, welche die Herrſchbegier, die in ſeinem ganzen Weſen ſich ausſprach, als ihr gebuͤhr⸗ end zu fordern ſchien, aber jetzt achtete er ih⸗ rer nicht, und es war, als ob ſeine wild und argwoͤhniſch herumfliegenden Blicke ſtrebten, in


