ehrbare Matrone, ſo wenig ich auch gleich Euch mit einem Blick die Wahrſcheinlichkeit von der Moöglichkeit ſondere, und das ungeheure Gewe⸗ be uͤberſchauen kann, das Ihr mit Blitzesſchnelle vor mir entfaltet. Fuͤrwahr, ſie iſt ſelten und lobenswerth, die Treue gegen Euren Fuͤrſten und Herrn, die Euch zu Dingen begeiſtert, die nicht allein die geſchmeidige Klugheit Eures Geſchlechtes auffordern, ſondern auch den Muth des unſern. Euch kann, geſchehe auch nur zum Theile, was Ihr verkuͤndet, die glaͤnzend⸗ ſte Belohnung nicht entgehen, und ſollte der Lauf der Begebenheiten mich dem Protoſebaſten naͤher ruͤcken, als ich ihm leider jetzt ſtehe, ſo werde ich, wie Ihr mich deſſen beim König gewuͤrdigt, auch bei ihm Euer treuer und eif⸗ riger Stellvertreter ſein.—
Da erglommen Sophroniens Augen in duͤ⸗ ſterer Gluth und ſie verſetzte in wunderlicher Bewegung: Haltet ein mit Euren Lobſpruͤ⸗ chen, erſparet Euch die Verheißung, ich verdie⸗ ne die Erſtere nicht, und bedarf keinesweges der Letzten. Ich haſſe den Konig, denn er iſt meines Glaubens Feind, ich haſſe ſein Volk, aus Gruͤnden, die nicht zur Sache gehoͤren,


