Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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nicht ſo ſehr, als den tadelnden Blick ſeiner bäͤrtigen Kriegesgenoſſen. Meinet Ihr nicht, Strator der Blachernen und Veſtiarius des Purpurpalaſtes, daß ich mir den Einlaß zu Euch erkauft habe durch nicht geringe Dienſt⸗ leiſtung? Fuͤrwahr, keine verwerfliche Befor⸗ derung fuͤr einen Abgeſandten, der Freund des Fuͤrſten zu werden, den er verderben ſoll, und gar Manches laͤßt ſich daraus machen.—

Unſtreitig begriff Leontios Angelos jeglichen Nutzen, der ihm aus ähnlichem Verhaͤltniß er— wachſen konne, und ſein zweifelndes Erſtaunen wich allgemach einer wachſenden Theilnahme an der ſeltſamen Mittheilung, die ihm geworden. Doch war noch nicht jede Bedenklichkeit beſei⸗ tigt, ſelbſt was den Willen der neuen Verbuͤn⸗ deten betraf; es lag nicht in der Eigenthuͤm⸗ lichkeit ſeiner Nation und ſeines Berufes, ſo unbedingt zu trauenz durfte er Sophronia auch als eine Feindin des Konigs betrachten, ſo bürgte ihm nichts dafuͤr, daß der ganze Vor⸗ gang nicht eine Falle ſei, die der mißtrauiſche Jaslaw ihm aus irgend einem Grunde gelegt, und er begann mit ſuͤßlichem Ton und Weſen: Ich kann Euch meine Achtung nicht verſagen,