Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ſeiner Verheißungen jeglicher auf ſeiner Seite muͤde, ihm beiderſeits den Unmuth getaͤuſchter Hoffnungen empfinden laſſen wuͤrden, und ſei⸗ ner wartete daheim Tadel und Spott, falls ihn nicht, ehe er noch dahin gelangte, ein ern⸗ ſteres Schickſal traf.

Solche Gedanken waren es, die Leontios aus den hellerleuchteten Saͤlen des Schloſſes uͤber die dunkeln Hoͤfe begleiteten, und bis in die Vorhallen der Wohnung, die ihm in einem Seitengebaͤude angewieſen worden. Hier nahte ſich Serapion, der vertrauteſte ſeiner Diener, dem mißgelaunten Herrn, und raunte ihm ge⸗ heimnißvoll zu, drinnen ſei eine Frau ihres Volkes und Glaubens, die dringend verlange, ihn auf kurze Zeit nur zu ſprechen, jedoch un⸗ verzuͤglich. Haͤtte man dem Griechen in ſeiner gegenwaͤrtigen Stimmung die Anweſenheit ge⸗ ruͤſteter Kriegsleute verkuͤndet, ſo wuͤrde er viel⸗ leicht den unwillkommenen Zuſpruch durch ſchnelle Flucht vermieden haben, ſo war es aber nur ein Weib das ſeiner wartete, und er durfte ſich hinlänglichen Muthes einem ſolchen gegenuͤber ruͤhmen, auch lag etwas Räthſelhaftes in die⸗ ſer Erſcheinung zur Rachtzeit, was dem Sinne