zantiner, wie der Koͤnig ſeine Blicke nicht mehr ſo ausſchließlich vor ſich nieder rich⸗ tete, wie ſie oͤfter nach einer gewiſſen Stelle hinflogen, und nach und nach gaͤnzlich an der⸗ ſelben haften blieben. Leontios ließ ſein Auge ihnen folgen mit der Geuͤbtheit eines ſpaͤhenden Hoͤflings, und entdeckte in der Richtung, die ſie genommen, zwei weibliche Geſtalten, welche ſich vor den Umſtehenden auszeichneten, jede auf eigene Weiſe. Die Eine gehorte einer an⸗ ſehnlichen Frau zu, welche, obſchon ſie den hohen Mittag des Lebens erreicht, doch noch manch Merkmal an ſich trug, der Morgen des⸗ ſelben ſei hochſt anmuthig geweſen. Ihre Klei⸗ dung war mehr durch Reichthum als durch Geſchmack bemerkenswerth, und ſtellte die Trä⸗ gerin als eine Landes⸗ und Standesgenoſſin der Griechen dar, welche ſeit geraumer Zeit ſchon ſich des Handels oder anderer gewinnrei⸗ chen Gewerbe wegen in Kijow niedergelaſſen. Es war nemlich dieſelbe ein mehr wunderliches als anmuthiges Gemiſch oſtroͤmiſcher und ruſ⸗ ſiſcher Tracht; uͤber der zierlich gefalteten Tu⸗ nika ſchloß ſich ein anliegendes, doch etwas dick mit Rauchwerk gefuttertes Oberkleid zuſammen,
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12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
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