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11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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dem konſtantinopolitaniſchen Abgeſandten war es nicht entgangen, und die Deutung die dieſer ihm gab, ſprach ſich in einem Blick und Laͤcheln aus, an Jzaslaw gerichtet, welcher dem Koͤnig lang⸗ ſam, mit finſtrer Stirn und gebuͤckt, nachritt, aͤhnlicher einem Gefangenen, als dem Gebieter, der nach jahrelanger Entfernung ſeinen trium⸗ phirenden Einzug in den Sitz ſeiner Vorväter haͤlt.

Die Maßregeln, welche der Koͤnig nahm, waren kraͤftig und entſcheidend, die Ruhe in der Stadt und dem Lande wurde ſchnell hergeſtellt, die eroberten Provinzen dem Herrſcherſitz zu Ki⸗ jow unterworfen, und in einer zahlreichen Ver⸗ ſammlung ſetzte Boleslaw die Krone auf Jzas⸗ law's Haupt, ihn zum Großfurſten erkläͤrend, doch unter der Lehensoberherrlichkeit der Krone Polen, und als des Koͤnigs Statthalter. Drei andere Diademe zierten die Haͤupter ſeiner Söhne als Fuͤrſten zu Smolensk, Polock und Wyßzo⸗ grod, ein viertes ward dem Juͤngſten ihrer Bruͤ⸗ der, Mieczyslaw, aufbehalten, welcher ſich noch zu Rom bei Pabſt Gregor VII. befand. Jzas⸗ law ſprach, als dieſe Feierlichkeit voruͤher war, zu Leontios Angelos: Zwoͤlf Söhnen hinterließ

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