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11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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die gewaltige Waffe ſchwingend, hinzu: Und

wie Boleslaw der Erſte, glorwuͤrdigen Anden⸗ kens, mit ſelbigem ein Zeichen hier eingegraben, ein Denkmal fuͤr ewige Zeiten, will auch der

Zweite dieſes Namens ein Gleiches thun, auf

daß man dieſes Tages nicht vergeſſe, noch Deſ ſen, dem von Gott und Rechtes wegen die oberſte Lehensherrſchaft gebuͤhrt uͤber dieſe Stadt und ſammtliche ruſſiſche Lande! Der bedeu⸗ tende Blick, den er bei dieſen Worten auf den neben ihm reitenden Jzaslaw warf, ward von dieſem nur mit einer ſtummen, tiefen Verneig⸗

ung beantwortet. Drauf hieb der König hart unter dem Merkmal, das nun ſchon ſeit neun und funfzig Jahren hier zu ſchauen war, in die goldne Pforte, und ſprengte dann, den Groß⸗ fuͤrſten hinter ſich laſſend, durch die beſturzt ausweichenden Buͤrger in die Stadt. Doch war dies zweite Zeichen dem erſten nicht völlig gleich an Umfang und an Tiefe, auch wollte man bemerkt haben, der Koͤnig habe nur mit einiger Muͤhe das gewichtige Schwert aus der ſtarken eichenen Bohle zuruͤckgezogen. Viele ſa⸗

hen darin ein ahnungvolles Zeichen, die Einen

zur Befuͤrchtung, zum Hoffen die Andern. Auch