Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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und dem böſen, nicht ruchlos genug, dieſem mich zu ergeben, doch zu ſchwach, zu ihm zu ſprechen: Hebe Dich von hinnen. Da glitt die Larve der Sanftmuth und uneigennuͤtzigen Liebe allgemach von Deinem Antlitz, und an ihre Stelle trat bittere Klage und ungeſtuͤmer peinigender Vorwurf. Mein chelich Gemahl ſtarb. Ich will den Sagen nicht glauben, welche halblaut von Mund zu Munde gehend, endlich das Ohr des Gebieters erreichten— ich glaubte ihnen nicht, und wollte gern ihnen nimmer glauben, damit ich mich ſelbſt nicht hoffnunglos verdam⸗ men muͤſſe. Aber der letzte Blick der Ster⸗ benden, ein Blick milden ſchweigenden Vor⸗ wurfs hatte das Herz des Suͤnders getroſſen, mein Vergehen ſtand vor mir in ſeiner wahren ſinſtern Geſtalt, und als Du mir nahteſt in uͤbermuͤthigem Hoffen und mich mahnend an eine vermeinte Verheißung, an dem Sterbebette der Frau, die Du, wo nicht des Lebens ſelbſt beraubteſt, doch ſeiner Freuden, im Buͤndniß mit dem ſchuldigen Gatten, daß ſie im langſa⸗ men Gram dahin gewelkt war, da ſtieß ich Dich zuruck, Dich, meine Verderberin!— Ohne das Beben der zuruͤckgehaltenen Wuth wahr⸗