Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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8 daß die Hausgenoſſen meinten, er glaube, ich ſelbſt ſei es. Sie waren aber im Irrthum. Wohl trat er zuruͤck und ließ ihn gar hart an, und auch gewiſſermaßen unbillig, daß er ſo wenig Acht gehabt auf den Junker, denn ich war der Aeltere, und des Waidwerkes und Roſ⸗ ſebändigens kundiger als er. Wie ich aber ſpaͤter anlangte, auf der Bahre liegend, bleich und blutig, ſtand zwar die geſammte Diener⸗ ſchaft am Burgthor und brach in laute Kla⸗ gen aus, als ſie mich ſo ſahen, und drauf in hellen Jubel, da ſie wahrnahmen, ich ſei außer Gefahr. Auch Herr Severin war unter ihnen, doch kam er mir nicht entgegen, obſchon ich ei⸗ nem Todtwunden glich, und begruͤßte mich ganz kuͤhl aus der Ferne, und da ihm kund wor⸗ den, es bedeute wenig, ſchalt er mich ſchaͤrfer als er Jenen geſcholten, und ich habe des Tages lange nicht vergeſſen koͤnnen, ob⸗ wohl der Herr dann Befehl gab, mich ſorgfaͤl⸗ tig zu pflegen mit Arznei und koſtlicher Stär⸗ kung, wie es dem Erbherrn gebuͤhrt.—

Als Malgorzata nach dieſem, bald im ge⸗ zwungenen gleichgiltigen Tone gezuͤgelten In⸗ grimmes, bald mit hervorbrechendem Groll aus⸗