——
——
————
—
—
wohl Bruder nennen muß, ausgeritten zur Jagd, und die ſpaͤte Nachtzeit uͤberraſchte uns im Walde, und ein furchtbar Unwetter, von deſſen Regenguͤſſen die Gewäſſer hoch anſchwollen, die vom Gebirge kommen, denn zu Izdobnik auf der Mutter Erbgut war damals des Va⸗ ters Aufenthalt, jenſeit der Weichſel. Und es war auf der Burg Nachricht angelangt, daß zween Jaͤgeröleute ertrunken ſeien im Raba⸗ Strom, der uͤber ſein Uferbette getreten, und Alle glaubten, wir ſeien die Verungluͤckten, und groß Jammern und Klagen hob an um den jungen Erbherrn. Auch Herr Severin— ſetzte er finſter lächelnd hinzu— den peinliche Un⸗ ruhe umhertrieb die ganze Nacht hindurch, ge⸗ dachte nur meiner in den Worten, welche die Sorge ihm entriß. Nun hatte, vielleicht zum Gluͤck, mein Roß fehlgetreten, und ich mich ſtark beſchaͤdigt an Kopf und Fuß, alſo daß wir den grauenden Morgen erwarteten in einer Hoͤhle des Forſtes, und ich den Knecht vor⸗ ausſandte nach einer Tragbahre. Wie nun der Leibeigene eintrat zum Herrn, eilte dieſer auf ihn zu, ſo hat man mich ſpaͤter berichtet, und offnete die Arme, ihn zu umfangen, alſo


