Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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thuſt, wird Dir werden, wonach Dein Herz ſich ſehnet, Freiheit und Ehre, und dermaleinſt werde ich Dich auf Zembvein begrußen, nicht als einen losgeſprochenen Uebertreter mehr, ſon⸗ dern als einen wackern Mann, nicht als eige⸗ nen Knecht, ſondern als den willkommenen Gaſt derer, die Deine Gebieter waren, und wenn Gott und die Heiligen es alſo fuͤgen, als unſern Fuͤrbitter am Altar, vor welchem mei— nes theuern Vaters Gnade Dich geſtellt.

Da fielen die unſichtbaren Bande ab, die Olgierd's Glieder bisher gefeſſelt; mit einem dumpfen Laute ſtuͤrzte er ſchnell und gewaltſam vor Malgorzata nieder, und preßte ihre Kniee ſo gewaltſam an ſeine Bruſt, daß die liebliche Frau verlegen und erroͤthend in der unerwarte⸗ ten Umfangung ſtand; dann aber ſprang er auf, und ehe der Herr von Zembocin ſich ihm noch nähern konnte, um ihn nach dem Ge⸗ brauch an dem Halsband von ungegerbtem Le— der, das er trug, ſeinem neuen Herrn zuzu⸗ fuͤhren, verließ er raſchen Laufes und ohne um⸗ zublicken auf Jemand der Andern, den Saal.

Der verderbliche Sprößling iſt hinwegge⸗ than— ſo waren die gedaͤmpften Worte des