Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Gefahr, der er kaum entgangen, und erſchut⸗ tert durch Eure unverdiente Gelindigkeit. Har⸗ ret, bis der Thau der himmliſchen Gnade ſein Herz erweicht haben wird; alle guten Keime werden dann aufſprießen in ihm und mit ih⸗ nen Dankbarkeit und Anhaͤnglichkeit an die, welche einſt ihm wohlgethan. Sehet es dem Rittersmann nach, daß er nicht alsbald guͤtig auf den blicken kann, der ihm den Diener er⸗ ſchlug, dem Kronbeamten, daß er dem Be⸗ leidiger der Majeſtaͤt zuͤrnt, dem raſchen ju⸗ gendlichen Krieger, daß er nicht ſo bereit iſt, dem wohlzuthun, der uͤbel gethan, als ſein ehrwuͤrdiger Vater!

Ziehe hin, Olgierd— ſprach ſie zu dieſem, als der Schloßherr ſich abwandte, ſprachlos im Kampfe der Ruͤhrung mit dem Zorn, und der Reue mit dem Stolze— Ziehe hin und werde dem Hauſe Gottes ein treuerer und ge⸗ waͤrtigerer Diener, als Du dieſem geweſen. Manche Gabe hat Dir der Geber alles Guten verliehen, weit uͤber den Stand, in den das Geſchick Dich verſetzt; lobpreiſe ihn, der es alſo gefuͤgt, daß Du ſie gebrauchen moͤgeſt zu ſei⸗ ner Ehre und Deinem Wohl. Und ſo Du alſo