Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Deinen Gebieter und zu finſterm Haß gegen Deines Wohlthäters Geſchlecht, zur Wider⸗ ſpenſtigkeit gegen die, die uͤber Dir ſind, zur Ueberhebung gegen Deines Gleichen, vielleicht zu Manchem noch, deß verderblicher Keim zur Stunde verborgen iſt in Deinem ſtörriſchen, feind⸗ lichen Gemuͤth. Zu allerletzt aber— hier ward die Stimme des Sprechenden weich und ſchwan⸗ kend— hat er Dich getrieben zu ſchreiender Miſſethat, und Deine Fauſt zum Werkzeug ſeines hölliſchen Geluͤſtens gemißbraucht. Du haſt des Koͤnigs Frieden gebrochen im Weich⸗ bild ſeines Hoflagers, Dein Leben iſt des Hen⸗ kers Eigenthum; Du haſt den Reiſigen Deines Erbherrn angetaſtet, das Geſetz ſpricht das Blut⸗ urtheil uͤber Dich aus; Du, ein leibeigener Knecht, haſt einen Freien erſchlagen, dafuͤr iſt Dein Haupt der Keule verfallen, und Dein Gebein den Raubvögeln auf dem Anger der Schmach! — Hier erſtarb ſeine Rede in allzuheftiger Be⸗ wegung; er ſchaute eine Zeitlang auf den Ver⸗ brecher, auf welchen, durch Olga vorbereitet, dieſe Drohworte wenig Eindruck machten, dann fuhr er, einen ſtolzen bedeutſamen Blick auf den ſeitwaͤrts im Seſſel ruhenden Erzbiſchof