Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Dein, Du wurdeſt ſein Gefährte in den Waf⸗ fenuͤbungen adelicher Jugend, und es war Dir vergonnt, Theil zu nehmen an dem Unterrichte der Lehrmeiſter, und herauszutreten aus der ſinſtern Unwiſſenhenheit, dem Looſe Deines Standes. So gedachte ich denn mit Gottes Huͤlfe einen wackern Mann aus Dir zu ma⸗ chen, und damit Du nicht eine Knechtesſeele heruͤbernaͤhmeſt in den Stand eines Freien, der Dir dermaleinſt beſtimmt war, iſt wiederholt die ſchimpfliche Zuͤchtigung an Dir voruͤbergan⸗ gen, die Du oftmal Dir bereitet durch un⸗ baͤndigen Trotz und wachſende Tuͤcke. Doch hat die Gelindigkeit ſchlimme Frucht getragen in Deinem verhaͤrteten Herzen, und der unſau⸗ bere Geiſt, der Macht uͤber Dich gewonnen durch Eines und das Andere, das Gott erwo⸗ gen in ſeiner Gerechtigkeit, iſt frecher und fre⸗ cher worden und hat Dich verblendet fuͤr das Gute, das Dir wiederfahren vor vielen An⸗ dern; dieſer Geiſt aber iſt der Teufel des Hoch⸗ muths und der Mißgunſt, der uͤberall ein ar⸗ ger Gaſt iſt, zumal aber in der Bruſt eines Knechtes. Und allmählig hat er Dich gefuͤhrt zu allerlei Heilloſem, zur Undankbarkeit gegen 5