Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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richtend, mit feſterm Tone fort: Doch hat der oberſte Richter im Reich Dich mir uͤbergeben zur Gnade oder zum Recht, und obſchon Einer oder der Andere etwas dawider haben moͤchte, obgleich Du ſelbſt, Unglucklicher, vor mir ſte⸗ heſt ſtarr und reulos, den Zorn des Richters herausfordernd durch Verſtockung und Herzens⸗ härtigkeit, ſo ſpreche doch ich, Severin Strze⸗ mieniec auf Zemboein, Kaſtellan von Proſzowice, Landvogt dieſes Gebietes und dieſes Grundes Herr, Dich los von jeglicher Strafe und thue Deine Unthat von Dir ab auf immerdar.—

Eine ſchnelle, raſch unterdruͤckte Bewegung des Juͤnglings bezeigte, daß des Greiſes Worte nicht vollig an ſeinem Herzen abgeglitten wa⸗ ren, und ohne jenes Weibes, das er Mutter nannte, liſtige Vorbereitung, duͤrfte vielleicht die Eisrinde, die es umgab, geſprengt worden ſeyn, ſo aber vernahm er alsbald in dieſer Rede nur den Wiederhall des koͤniglichen Ausſpruchs, und ſah in der Weiſe, wie ſie an ihn gerich⸗ tet ward, die Beſtaͤtigung deſſen, was Olga ihm verkuͤndet. Er faßte ſich ſogleich und ſtand ſtill und wortlos wie zuvor. Nikolaus aber trat einen Schritt vor und ſprach befremdet:

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