Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Zemboein: Da Ihr ſo angelegentlich die Rechte der Krone in Schutz nehmet, Herr Erzbiſchof, ſo nimmt es mich Wunder, daß Ihr, wie es ſcheint, Ausnahme macht in ſolchen Fällen, da aus einem oder dem andern Grunde Eure eigene Mein⸗ ung anders wohin gewendet iſt. Dieſe aber, ſo hoch ich Eure geiſtliche und weltliche Wuͤrde ehre, mag hier nicht in Betracht kommenz des Königs Wort war deutlich und unbedingt— Wo aber Gericht gehalten werden ſoll, darf es am Klaͤ— ger nicht mangeln. Wer jedoch ſollte hier Klaͤ— ger ſeyn außer mir, denn meiner Mannen Ei⸗ ner war es, den Jener erſchlagen. Nun, hoch— wuͤrdigſter Herr, ich klage nicht, und uͤberlaſſe, wie mein Herr es gethan, die Entſcheidung dem Vater, welcher, wie ich deß gewiß bin, die Frechheit des Knechtes nicht unbeſtraft laſſen wird.—

Zu gleicher Zeit aber lachte Druzyniec: Was groß Aufhebens um einen leibeigenen Burſchen? Laſſet ihn den Kantſchuh Eures Frohns koſten, Herr Kaſtellan, einhundert Mal oder mehrere, dann arbeite er ein Jahr oder zwei in den Gru⸗ ben, und ich ſtehe dafür, ihm wird der Kitzel vergehen.