ſollet nicht ſo fälſchliche Meinung von mir he⸗ gen, als glaube ich, die heilige Weihe habe mich losgeſprochen von der Pflicht gegen den weltlichen Herrſcher; iſt er doch der Geſalbte des Herrn, und Dieſer hat ihn ſelbſt eingeſetzt, auf daß man ihm gehorche. Ein unzerreißba⸗ res Band umſchlingt den Thron und den Al⸗ tar, und auf der Grundveſte der Kirche ruht der Chriſtenreiche Wohl. Auch beſtehen Beide fort und fort neben einander, ſo lange das welt⸗ liche Regiment treu bleibet den Geboten Deſ⸗ ſen, von dem es kommt, und dem, welcher ein Fuͤrſt des Reiches iſt und der Kirche zugleich, iſt ein herrlich Loos beſchieden, mitzuwirken in zweierlei Kraft zu Einem Zwecke, dem Gluͤcke der Völker. Wo aber, denn gebrechlich iſt der Menſch, wo aber Eines ſich ſcheiden wollte von dem Andern, und das Weltliche dem entgegen treten, was ewig iſt, den Satzungen der Kir⸗ che, wie der Heiland ſie gelehret, ohne menſch⸗ liche Zuthat, da geziemt es dem Prieſter, das Ewige zu vertreten gegen das Wandelbare. Es geziemt ihm eben ſo wohl, als Euch es geziemt, das Wort zu führen für Eures Herrn Macht und Wuͤrde, denn jeglichem Manne, dem Prie⸗
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11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
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