Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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dem mag ich gar wohl beurtheilen„daß Dem, welcher weltlich Regiment fuͤhret neben dem geiſtlichen, auch Manches vergönnt iſt oder zu⸗ ſteht, was dem einfachen Prieſter nicht zu⸗ kommt, der vor allem Andern dem Herrn des Himmels und der Erden dient.— Unfehlbar — ſiel Nikolaus Strzemieniec ein— gedenket der hochwuͤrdige Herr von Krakow mit derlei Rede nicht anzudeuten, daß der Dienſt des Al⸗ tares freiſpreche von der Pflicht gegen den Thron? In Eurem Munde, Herr Biſchof, deſſen Aus⸗ ſpruͤche dem Volke fuͤr die Ausſpruͤche eines Heiligen gelten, wuͤrde ſolch Wort leichtlich Anlaß zu gefährlicher Mißdeutung geben.— Severin warf einen unzufriedenen Blick auf ſeinen Sohn und ſprach kurz und rauh: Wenn die Worte dieſes Mundes fuͤr heilig gehalten werden von frommen Chriſten, ſo moͤgen ſie Euch auch dafuͤr gelten, Nikolaus Strzemie⸗ niec, und es thut nicht noth, daß der ehrwuͤr⸗ dige Herr dieſelben verantworte gegen einen jun⸗ gen Mann, ſey er auch ein Wuͤrdentraͤger des Reiches, am wenigſten aber gegen meinen Sohn, dem ſolche Frage ſchlecht anſtehet am Tiſche ſeines Vaters, und gerichtet an einen erlauch⸗