Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Tages Olgierd den Freien.— Eine leichte Rothe faͤrbte bei dieſen Worten Olgierd's Angeſicht, und ſein Auge ward feuriger; doch gleich da⸗ rauf fragte er im Geiſte des Mißtrauens, der ſeinem Volke und Stande eigenthuͤmlich war und iſt: Und dann? Werd' ich dann erfah⸗ ren, zu welchem Ziele Deine Weisheit mich leitet auf dunkelm, abſonderlichem Wege?— Olga ſann ein Weile, ehe ſie antwortete: Dann wird Dein Geſchick ſich anders geſtalten. Fuͤr jetzt ſey folgendes Dir genug. Du biſt nicht zum Gehorchen geboren, Hlgierd, und ich will Dich in eine Schule bringen, da Du lernen wirſt zu befehlen. Du weißt nicht, was Deiner wartet, was die Zukunft von Dir fordert; ich aber weiß es, und Jahre lang war es meine Sorge, Dich vorzubereiten. Noch biſt Du es nicht; lange uͤbt der Schuͤtz ſich, das Ziel zu treſſen, und wieder lange Zeit ſendet er ſeine Bolzen auf das nie⸗ dere Gethier des Waldes, ehe er ſich an Bär und Eber wagt. Ein weiter Raum liegt zwiſchen dem, was Du jetzt biſt, und dem, was die Folgezeit Dir aufbewahrt— So— oder ſo—— ſetzte ſie mit zögernder Stimme