Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Kluge nennen, denn in wenig Augenblicken

ſollſt Du vor Jenen erſcheinen. Vor ihnen?

fragte Olgierd mißmuͤthig. Kannſt Du das Bittere nicht abwenden, Mutter? Kannſt Du, die, wie ich oft bemerkt, mehr vermag als eine Andere, welche das Sklavengewand trägt, mir

nicht die Thuͤr dieſes Gefängniſſe oͤffnen, daß

ich ungekraͤnkt entrinne? Ich mag dieſen Nikolaus Strzemieniec nicht ſehen, ſo lang' ich als Knecht vor ihm ſtehe. Ich wuͤrde ein hartes Wort nicht ertragen von ihm und ſchwerer noch ſein veraͤchtlich Mitleid. Olga aber antwortete gebieteriſch: Dem muß ſo ſeyn und nicht an⸗ ders. Wie mag Dir ſo ſchwer duͤnken, wor⸗ an Du von Jugend auf gewohnt? Einmal noch beuge den ſtarren Nacken vor der Nothwendig⸗ keit, es iſt das Letztemal. Nach einigem Bedenken ſetzte ſie hinzu: Auch irreſt Du; wenige Vorwuͤrfe wirſt Du hoͤren und nur ge⸗ linde, und manch glattes Wort wird ihr Ab⸗ ſchiedgruß enthalten. Abſchiedgruß, Olgierd, denn ihr Wille iſt, daß Du morgen auszieheſt von Zembocin. Warum blickſt Du ſo freudig aufz haſt Du bereits vergeſſen, daß nichts Gu⸗ tes Dir vom Landvogt kommen kann, und von

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