— Die Keule zerſchmettere ſein Haupt, ſprach der Koͤnig, und Dir ſtellte er das Richteramt anheim. So laß ſie denn niederfallen, daß ich ſterbe, weil ich nicht leben kann, wie ich allein nur mag, in Freiheit und kuͤhnem Be⸗ ginnen, daß ich ſterbe, Dich verwuͤnſchend und mich, und Alle, die mich gepeinigt haben durch Wehthat oder truͤgeriſche, hohnende Mil⸗ de!— Und damit ſprang er hinab auf den Boden des Kerkers, als wolle er dem kom⸗ menden Todesboten entgegen eilen, und ſtand plötzlich vor Olga, die, geraͤuſchlos eingetreten, bereits ſeit geraumer Zeit, Zeugin ſeines Selbſt⸗ geſpraͤchs geweſen war.
Sanfter als ſonſt ihre Weiſe, ja beinahe klagend, redete ſie ihn an: Du verwuͤnſcheſt Dich, mein Sohn, und die, welche Dir weh gethan? Du magſt es, denn größeres Recht haſt Du, ihnen zu zuͤrnen, als Du wohl mey⸗ neſt. Doch ſollſt Du auch Derer fluchen, die bei Dir ſtanden von huͤlfloſer Kindheit an, Dich ſorgfältig ſchuͤtzend vor der Gefahr, die Du nicht kannteſt, die Du heut noch nicht kennſt?— Sprichſt Du von Dir, Mutter? erwiederte Olgierd finſter— Auch fuͤr Dich
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