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O laß mich heraus, werther Geſpiele, laß mich heraus aus dieſem dumpfen Behälter, laß mich ein Schwert erfaſſen, und trotz des gewaltigen Szczerbiec Deines Herrn und Königs ſoll Jene noch einmal Deinen Namen ausrufen, doch mit dem Wehſchrei des troſtloſeſten Jammers, und— vielleicht wird ſie darauf einen Andern nennen mit dem Laute der Liebe, denn— ſo war ja der Wahlſpruch jener Römer, der be⸗ täubend in das dumpfe Knechtesohr gefallen: Dem Kuͤhnen gehört die Welt!— Und wie⸗ der nach einigem Schweigen fuhr er fort, das alte Geräth unter ſich wuͤthend mit den Füͤßen ſtampfend, daß es klirrend auseinander rollte und dicke Staubwolken aufwirbelten:— Thor, raſender Thor, wohin verirreſt Du Dich wie⸗ der? Ziemt es auch dem Schmachbedeckten, des hoͤchſten Preiſes zu gedenken? Prahlet man von Kampf und Rache und herrlicher That unter der gehobenen Fauſt der Schergen? Her⸗ bei mit Euch, ihr Knechte der Willkuͤhr, ma⸗ chet ploͤtzlich ein Ende! Ich verachte Deine Gnade, Graukopf, der Du trotz Deinem lan⸗
gen Bart und Deinem herriſchen Thun launi⸗
ſcher biſt und wetterwendiſcher als ein Weib!


